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Wettbewerbswesen

Concours d’architecture – Architekturwettbewerb

Grundstück, Baugesetz, Raumprogramm und Finanzierung bilden die Rahmen-bedingungen für mögliche Lösungen einer Bauaufgabe. Welches das beste Projekt ist und wie Gebäude und Aussenräume konkret aussehen können, zeigt sich aber erst im Architekturwettbewerb. ...

Die Kosten, welche ein Gebäude nach der Erstellung auslöst, werden immer wichtiger. Betriebs- und Unterhaltskosten und die Kosten für den Rückbau sind weitaus grösser als die Baukosten. Mit dem Architekturwettbewerb können verschiedene Lösungsansätze miteinander verglichen und so ein nach funktionalen, ökonomischen, ökologischen und gestalterischen Gesichtspunkten optimiertes Projekt für eine bestimmte Aufgabe gefunden werden. Dies ist gerade auch im Hinblick auf die Folgekosten relevant.

> PDF Interface 28

> PDF Interface 28 Auszug

Projektstopp in Weesen

Der Gemeinderat von Weesen am Walensee stoppt das Projekt «Café am See». Die IG «Kein Koloss» torpedierte erfolgreich das Siegerprojekt von Dietrich Schwarz. Was bleibt, ist ein Scherbenhaufen...

Die Gemeinde Weesen besitzt nahe dem Dorfkern zwischen Hauptstrasse und Seepromenade zwei unbebaute Grundstücke. Diese sollen mit einer qualitativ hochstehenden Wohnüberbauung mit öffentlichem Gastronomiebetrieb bebaut werden. Dazu führte die Gemeinde im vergangenen Jahr einen Wettbewerb für Architekten und Investoren durch.

> PDF TEC21 14-15/2017

Der offene Wettbewerb

In der Reihe "Wettbewerbsverfahren in Diskussion" führt der SIA regelmässig Workshops durch. 2013 lautete das Thema "Der offene Wettbewerb"...

Wettbewerbe im offenen Verfahren bieten viele Vorteile. Sie ermöglichen jungen Architekturbüros den
selbständigen Einstieg in die Berufswelt. Doch auch bestandene Fachleute profitieren von offenen
Verfahren. Sie können ihr Aufgabengebiet erweitern und vermeiden so eine einseitige Spezialisierung auf
bestimmte Bauaufgaben. Der Auslober leistet mit dem offenen Wettbewerb einen Beitrag zur
Nachwuchsförderungund Diversifikation der Architekturbüros und erhält dafür im Gegenzug eine grosse Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten.

Skeptiker befürchten bei offenen Verfahren eine hohe Anzahl Teilnehmer und stellen das Verhältnis von
Aufwand und Ertrag in Frage. Einzelne behaupten sogar, dass die Qualität der eingereichten Beiträge bei
Wettbewerben im offenen Verfahren leide. Der Workshop beginnt mit einen Einstieg über Kurzreferate
und einigen konkreten Beispielen. Im Anschluss wird das Thema in kleinen Gruppen vertieft diskutiert. In
der abschliessenden Podiumsdiskussion fokussieren Vertreter von Auftraggebern, Organisatoren,
Jurymitgliedern und Teilnehmern die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln.

> PDF Workshop 2013

Ankauf - Studienauftrag

In der Reihe "Wettbewerbsverfahren in Diskussion" führt der SIA regelmässig Workshops durch. 2011 lautete das Thema "Ankauf - Studienauftrag"...

Der Ankauf ist eine Auszeichnung für Beiträge, die hervorragende Lösungsansätze aufzeigen und gleichzeitig gegen wesentliche Rahmenbedingungen verstossen. Unter bestimmten Bedingungen können solche Projekte nicht nur ausgezeichnet, sondern auch zur Weiterbearbeitung empfohlen und damit auch realisiert werden. Der Ankauf hat eine lange Tradition und ist im Wettbewerbswesen gut verankert. Auch im öffentlichen Beschaffungsrecht ist der Ankauf vorgesehen und trotzdem umstritten. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird die Bedeutung des Ankaufs diskutiert.

Studienaufträge eignen sich für Aufgaben, bei denen ein direkter Dialog zwischen Beurteilungsgremium und Teilnehmern notwendig ist und welche sich durch offene Aufgabenstellungen und interaktive Prozesse kennzeichnen. Sie werden ausschliesslich nicht anonym durchgeführt. 2009 wurde die Ordnung SIA 143 für Architektur- und Ingenieurstudienaufträge publiziert. Im öffentlichen Beschaffungsrecht ist der Studienauftrag ungenügend verankert und nicht klar geregelt. Auftraggeber, die dem öffentlichen Beschaffungsrecht unterstehen, können Studienaufträge durchführen. Unklar ist aber, ob danach eine freihändige Vergabe von Planerleistungen erfolgen kann. Anhand von praktischen Beispielen wird die Eignung und Anwendung des Studienauftrags diskutiert.

> PDF Workshop 2011

In Anlehnung an Ordnung SIA 142

Damit die Ordnung SIA 142 für Wettbewerbe explizit gilt, braucht es verbindliche Bestimmungen im Programm. Diffuse Formulierungen wie «in Anlehnung an die Ordnung SIA 142» sind nicht nur rechtlich unverbindlich, sondern auch irreführend...

Wollen Auslober die Ordnung SIA 142 für Wettbewerbe anwenden, müssen sie dies im Programm ausdrücklich festhalten. Bei unklaren Formulierungen wie «in Anlehnung an …» bleibt offen, welche Bestimmungen der Ordnung gelten sollen und welche nicht. Auslober, die sich nur auf bestimmte Artikel beziehen wollen, bewegen sich aus rechtlicher Sicht auf unsicherem Terrain. Die am Wettbewerb Teilnehmenden müssen sich auf den Grundsatz von Treu und Glauben beziehen, um die Anwendung der Ordnung durchsetzen zu können. Sie können dann behaupten, dass sie in Treu und Glauben davon ausgegangen sind, der Auslober habe mit seiner Formulierung die Absicht bekundet, die Ordnung anzuwenden. Ein Auslober, der eine Formulierung wie «in Anlehnung an» verwendet, täuscht nicht nur die Teilnehmer, sondern schadet auch sich selbst, indem er eine grosse Rechtsunsicherheit bewusst in Kauf nimmt.

> PDF TEC21 35/2013

Dialog im Beschaffungswesen

Als Studienauftrag werden Verfahren bezeichnet, bei denen Lösungen im Dialog erarbeitet werden. Auf Bundes­ebene ist der Dialog zwar eingeführt, aber für die Vergabe intellektueller Dienstleistungen ungenügend geregelt...

Die 2009 publizierte Ordnung SIA 143 für Studienauf­träge schliesst diese Lücke. Der SIA hat sich eingehend mit der Beschaffung von Planerleistungen beschäftigt und vor 135 Jahren erste Regeln für die Durchführung von Wettbewerben herausgegeben. In der Folge wurde daraus ein Regelwerk für die Beschaffung von Architektur- und Ingenieurleistungen, das sich bewährt hat und breit anerkannt ist. Einer der Grundsätze ist die Anonymität, die eine objektive Beurteilung der Beiträge und die Gleichbehandlung der Teilnehmer garantiert. Wettbewerbe eignen sich für Aufgaben, die klar beschrieben werden können und gleichzeitig verschiedene Lösungsansätze zulassen.

Daneben gibt es aber komplexe Aufgaben, deren Rahmenbedingungen nicht im Voraus bestimmt werden können. In diesen Fällen ist es notwendig, Lösungs­vorschläge im direkten Dialog zwischen Teilnehmern und Beurteilungsgremium zu entwickeln. Dabei werden die Programmbestimmungen flexibel gehandhabt, das heisst im Dialog präzisiert und vervollständigt. Diese Verfahren stellen hohe Anforderungen an alle Beteiligten, sind aufwendig und entsprechend teuer.

> PDF TEC21 22/2013

Wettbewerb light

Das Dilemma ist bekannt: Von den Teilnehmenden wird immer mehr verlangt, gleichzeitig wünschen sich viele Auslober schlanke Verfahren. Sind die einfachen Wettbewerbe mit Plänen und Modell 1:500 und ohne Zusatzleistungen, passé?...

Ursache der stetig steigenden Anforderungen bei Wettbewerben sind unter anderem die zunehmende Komplexität von Gesetzen und Vorschriften sowie die Anforderungen an eine nachhaltige und energieeffiziente Bauweise. Gewisse Auftraggeber verlangen Zusatz­leistungen, weil sie sich davon Kostensicherheit versprechen. Erfahrene Jurorinnen und Juroren können die Kosten allerdings gut anhand der Flächen­berechnungen sowie der Kubatur abschätzen und benötigen dafür keine Detailschnitte.

> PDF TEC21 46/2012

Beschaffung intellektueller Dienstleistungen

Das Debakel beim Bundes-Informatikprojekt «Insieme» zeigt, wie wichtig klare Regeln bei Vergaben von intellektuellen Dienstleistungen sind. Bei IT-Beschaffungen könnte man sich an den Regeln orientieren, wie sie sich der SIA gesetzt hat...

Intellektuelle Dienstleistungen unterscheiden sich wesentlich von Bauarbeiten oder Warenlieferungen. Sie beruhen auf einer kreativ schöpferischen Leistung und können nicht wie Offerten für standardisierte Güter wie Baustoffe oder Büromaterial bewertet werden. Entscheidend für ein nachhaltiges Projekt ist die Evaluation der besten Lösung. Bei der Beurteilung intellektueller Dienstleistungen stehen deshalb qualitative Kriterien im Vordergrund. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) hat sich eingehend mit der Beschaffung von Planerleistungen beschäftigt und vor 135 Jahren erstmals Regeln für die Durchführung von Wettbewerben herausgegeben. In der Folge wurde daraus ein Regelwerk für die Beschaffung von Architektur- und Ingenieurleistungen, das sich bewährt hat und breit anerkannt ist.

> PDF Neue Zürcher Zeitung NZZ 09.10.2012

Programmprüfung

Die Programmprüfung des SIA ist eine kostenlose Dienst­leistung, die den Auslobern Rechtssicherheit bringt und den Teilnehmenden faire Verfahren zusichert. Neu werden konforme Programme auf der Titelseite mit einem Signet bezeichnet...

Bereits 1877 hat der SIA mit der Publikation «Öffentliche Concurrenzen» zehn Regeln zur Durchführung von Wettbewerben veröffentlicht. Im Lauf der 135-jährigen Geschichte wurde daraus ein breit anerkanntes Regelwerk. Die beiden Ordnungen SIA 142 für Wettbewerbe und SIA 143 für Studienaufträge schliessen die Lücken in der Gesetzgebung des öffentlichen Beschaffungswesens und bieten so den Auslobern grosse Rechtssicherheit. Damit SIA-konforme Programme für Wettbewerbe oder Studienaufträge künftig auf einen Blick erkennbar sind, werden sie neu mit einem entsprechenden Signet auf der Titelseite gekennzeichnet.

> PDF TEC21 18/2012

Befangenheit

Viele Auslober verweisen in ihren Programmen auf die Wegleitung Befangenheit und Ausstandsgründe des SIA. Nun liegt eine revidierte Fassung vor, welche die neuen gesetzlichen Grundlagen erläutert und viele zusätzliche Beispiele enthält...

Befangen können Personen sein, die zueinander in einem Anstellungs-, Verwandtschafts-, Abhängigkeits- oder Zusammengehörigkeitsverhältnis stehen oder an der Vorbereitung eines Wettbewerbs beteiligt waren. Befangenheit liegt dann vor, wenn diese Umstände das unabhängige Urteilsvermögen beeinflussen. Sie kann alle am Wettbewerb Beteiligten betreffen, das heisst Begleiter, Jurymitglieder, Experten und Teilnehmer. Solche Konstellationen kommen in der kleinen Schweizer Wettbewerbsszene oft vor, weil der Kreis kompetenter Fachleute eingeschränkt ist und diese sich oft kennen oder miteinander zu tun haben. Da unlauteres Verhalten dem Wettbewerbswesen insgesamt schadet, legt die SIA-Kommission 142/143 Wettbewerbe und Studienaufträge hier strenge Massstäbe an. An einem Wettbewerb Beteiligte sollen selbst dann, wenn nur ein Anschein von Befangenheit besteht, von einer Beteiligung Abstand nehmen.

> PDF TEC21 13/2012

Wegleitung Ankauf

Mit der Wegleitung «Ankauf» greift die Wettbewerbs­kommission des SIA ein umstrittenes Thema auf. Sie erläutert darin die gesetzlichen Grundlagen sowie die entsprechenden Artikel der Ordnungen des SIA...

Ziel des Wettbewerbs ist es, die beste Lösung für eine bestimmte Aufgabe zu ermitteln und damit auch den Partner zu deren Realisierung zu finden. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Ergebnis, das noch nicht bekannt ist, nicht vorhersehbar ist. Auch mit einer sorgfältigen Vorbereitung lassen sich weder alle möglichen Lösungsansätze simulieren noch die Auswirkungen einzelner Rahmenbedingungen abschliessend einschätzen. Mit dem Ankauf können auch Beiträge ausgezeichnet werden, die gegen wesentliche Parameter verstossen, doch eine hervorragende Lösung der Aufgabe darstellen. Solche Beiträge werden zur Beurteilung zugelassen, aber von der Preiserteilung ausgeschlossen. Unter bestimmten Bedingungen können sie nicht nur ausgezeichnet, sondern auch zur Weiterbearbeitung empfohlen und damit schliesslich realisiert werden.

> PDF TEC21 5-6/2012

Der Architekturwettbewerb

Der offene Wettbewerb ist ein prägendes Merkmal der freien Marktwirtschaft. Er ist Motor des Fortschritts und steht für Qualität wie auch Innovation. Mit dem Architekturwettbewerb erhalten Auslober eine reiche Auswahl von unterschied­lichen Lösungsmöglichkeiten...

Teilnehmende stellen dafür ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Kreativität zur Verfügung. Zusammen leisten Auslober und Teilnehmende einen wert­vollen Beitrag zur Förderung einer lebendigen Baukultur. Aus ökonomischer Sicht sind die Erstellungs-, Betriebs- und Unterhaltskosten eines Bauwerks entscheidend, die Planer­honorare spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Wichtig für den Planungsprozess ist daher in erster Linie die Evaluation von verschiedenen Lösungsansätzen, um die nach gestalterischen, funktionalen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten beste Lösung für eine bestimmte Aufgabe zu ermitteln. Der Architekturwettbewerb hat sich dafür als das geeignete Verfahren etabliert und seit Jahrzehnten bewährt.

> PDF Modulor 05/2011

Feuerwehrübung Ankauf

Der Juryentscheid im Wettbewerb für das Ostschwei­zerische Feuerwehr-Ausbildungszentrum hat das Gericht beschäftigt. Gewonnen hatte der Beitrag von Streiff Architekten, obwohl er gegen eine wesentliche Rahmen­bedingung verstösst...

Die Kantone St. Gallen, Thurgau und beide Appenzell führten einen einstufigen Projektwettbewerb für das neue Ostschweizerische Feuerwehr-Ausbildungszentrum durch (vgl. TEC21 33-34/2010). Von den 51 eingereichten Beiträgen wurden 12 von der Preiserteilung wegen Verstössen gegen das Baurecht und das Raumprogramm ausgeschlossen. Dies kann ein Hinweis auf nicht gründlich überprüfte oder unangemessene Rahmenbedingungen sein. Das Preisgericht kaufte den Beitrag «locus foci» von Streiff Architekten an, setzte das Projekt in den ersten Rang und empfahl es einstimmig zur Weiterbearbeitung und Ausführung.

> PDF TEC21 8/2011

Wettbewerbe neu geordnet

Die Ordnung SIA 142 für Wettbewerbe wurde 2009 revidiert und gleichzeitig  eine eigenständige Ordnung für Studienaufträge geschaffen. Der Wettbewerb wird anonym durchgeführt, während der Studienauftrag den Dialog zwischen Jury und Teilnehmenden ermöglicht...

Bisher war der Studienauftrag als Sonderfall des Wettbewerbs im Anhang der Ordnung SIA 142 für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe (1998) geregelt. Der zunehmende Stellenwert des Studienauftrags hat den SIA dazu bewogen, die eigenständige Ordnung SIA 143 für Studienaufträge zu erarbeiten. Gleichzeitig wurde die Wettbewerbsordnung in Absprache mit den Partnerorganisationen revidiert, um sie den neuen Bedürfnissen anzupassen und verschiedene Erkenntnisse aus der Praxis zu berücksichtigen.

> PDF TEC21 13/2011

Verantwortung der Jury

Jurymitglieder bei Wettbewerben und Studienaufträgen tragen eine grosse Verantwortung. Wie umfangreich ihre Aufgaben in der Praxis sind, ist Gegenstand einer neuen Wegleitung...

In den beiden Ordnungen SIA 142 für Wettbewerbe und SIA 143 für Studienaufträge ist die Verantwortung der Jury kurz und bündig festgelegt. Demnach sind die Jurymitglieder der Auftraggeberin und den Teilnehmenden gegenüber dafür verantwortlich, dass der Wettbewerb respektive der Studienauftrag ordnungsgemäss durchgeführt wird. Was diese einfache Bestimmung bedeutet und wie sie in der Praxis anzuwenden ist, erläutert die Wegleitung «Aufgaben und Verantwortung der Jurymitglieder», die im Dezember 2010 publiziert wurde.

> PDF TEC21 22/2011

Weniger ist mehr

Immer häufiger stellen Auslober von Wettbewerben Anforderungen, die nicht stufengerecht sind. Sie verlangen detaillierte Angaben und viele Nachweise, die für den Entscheid nicht relevant sind oder die sie nicht beurteilen können...

In der Ordnung SIA 142 für Wettbewerbe sind die Anforderungen an die Teilnehmenden wie folgt geregelt: «Der Auftraggeber verlangt von den Teilnehmern nur so viel Arbeit, als zum Verständnis des Wettbewerbsbeitrages notwendig ist. Er verlangt nur Leistungen, deren fachlich kompetente Beurteilung er sicherstellen kann und die für den Entscheid relevant sind.» Je mehr Unterlagen der Auslober verlangt, desto aufwendiger gestaltet sich die Vorprüfung durch die entsprechenden Experten. Auch die Beurteilung wird erschwert, da die vielen Erkenntnisse aus der Vorprüfung angemessen berücksichtigt werden müssen und vom Wesentlichen ablenken.

> PDF TEC21 48/2010

Wie gewonnen, so zerronnen?

Wie wird der Gewinner eines Wettbewerbs entschädigt, der keinen oder nur einen Teilauftrag erhält oder dessen Projekt durch Dritte weiterbearbeitet wird?...

Die neue Wegleitung «Ansprüche aus Wettbewerben und Studienaufträgen» erläutert die in den Ordnungen vorgesehenen Massnahmen. Die Motivation zur Teilnahme an einem Wettbewerb ist in erster Linie die Aussicht auf einen Auftrag. Das Preisgeld stellt eine Anerkennung für eine herausragende Leistungen dar, entschädigt den Teilnehmer aber nicht für seinen erbrachten Aufwand oder gar für eine Übertragung der Nutzungsrechte an seinem Projekt. Die im Juni publizierte Wegleitung erläutert die neuen Regelungen in Artikel 27 der revidierten Ordnung SIA 142 für Wettbewerbe.

> PDF TEC21 41/2010

Wettbewerbsprogramme

Die Wettbewerbskommission des SIA stellt erstmals ein detailliertes Hilfsmittel für die Erstellung von Programmen zur Verfügung. Sie legt eine einheitliche Gliederung fest und enthält wichtige Hinweise zur Durchführung eines fairen Wettbewerbs...

Die Kommission hat bewusst darauf verzichtet, ein Musterprogramm mit einzelnen Textbausteinen auszuarbeiten, die der Auslober selbst zu einem Programm zusammenstellen kann. Stattdessen legt die im April 2010 publizierte Wegleitung erstmals eine einheitliche Gliederung fest und ist damit vielmehr eine Anleitung zur Ausarbeitung eines Programms. Sie enthält wertvolle praktische Hinweise und zahlreiche Verweise auf die bereits vorhandenen Wegleitungen. Die beiden Ordnungen SIA 142 für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe und SIA 143 für Architektur- und Ingenieurstudienaufträge werden interpretiert und deren Anwendung in der Praxis erläutert.

> PDF TEC21 37/2010